Zu viel Leerstand bei Bundesimmobilien in Bonn

Veröffentlicht am 04.02.2020 in Kommunalpolitik

Bund muss endlich seiner Mitverantwortung gerecht werden. Bundesfinanzminister soll helfen, Wohnraummangel in Bonn zu beseitigen.

„Der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in Bonn kann nur mit einem umfassenden und gezielten Maßnahmepaket beseitigt werden“, erklärt Lissi von Bülow, Oberbürgermeisterkandidatin der SPD für Bonn. „Alles hilft: Schnellere Genehmigungsverfahren allgemein, stärkere Bautätigkeit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Vebowag, entschlossenes Vorgehen gegen Zweckentfremdung, Aufstockung und Dachausbau bei Nutzung der Ermessensspielräume des Baurechts, Ermutigung der Arbeitgeber in den Bau von Betriebswohnungen einzusteigen genauso wie der Kampf gegen die unübersehbaren Leerstände in der Stadt.“

Vor allem in Sachen Betriebswohnungen und Beseitigung der Leerstände spiele der Bund eine wichtige Rolle, betont von Bülow und hebt weiter hervor: „Der Bund ist außerdem selbst ist bedeutender Arbeitgeber in Bonn und hält gleichzeitig in der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) ein großes Immobilienvermögen in der Stadt, darunter viele leerstehende Wohnungen. Allein in den HiCoG-Siedlungen stehen fast 200 Wohnungen leer. Das ist bei der Lage am Wohnungsmarkt in Bonn empörend!“

Gleichzeitig würden immer mehr Bonner aus ihrer Stadt verdrängt, für sie werde der Wohnraum unbezahlbar. Von Bülow fordert daher: „Der Bund muss sich schon aus Fürsorge den eigenen Beschäftigten gegenüber mehr im Bonner Wohnungsmarkt engagieren!“ Vor allem müsse er seine leer stehenden Wohnungen endlich wieder zur Verfügung stellen und so zu einer Entlastung auf dem Wohnungsmarkt beitragen.

„Ich unterstütze daher die Initiative des Bundestagsabgeordneten Sebastian Hartmann, der heute den zuständigen Finanzminister Olaf Scholz gebeten hat, sich des Themas nach jahrelanger Verschleppung durch die BImA selbst anzunehmen “, betont von Bülow abschließend.

 
 

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