Duisdorf Inklusiv

Veröffentlicht am 13.06.2011 in Gesellschaft

Ein aufschlussreicher Rolli-Rundgang

"Es ist sehr lehrreich, mit den Augen eines Rolli-Fahrers durch Duisdorf zu gehen. Selbst wenn man viele Dinge schon wusste, sind doch die Hürden viel größer, als ich dachte", fasst Dominik Loosen, SPD-Bezirksverordneter, seine persönliche Erfahrung zusammen.
Gute Beispiele gibt es auch in Duisdorf, das wurde beim Rundgang deutlich. Die Rampe am Schickshof, die von der SPD-Bezirksfraktion seinerzeit beantragt wurde (zum Antrag), ist ein Zeichen dafür.

Der Weg vom Parkplatz am Alten Friedhof bis genau zu dieser Rampe war jedoch lang.
Er führte durch die Fußgängerzone über Kopfsteinpflaster, dass den Rolli-Fahrern große Schwierigkeiten bereitet, und zeigte, dass insbesondere die Rinnen am Übergang zwischen Bürgersteig und Straße oft unüberwindbar sind. Aber auch über die Steigungen von Rampen war viel zu lernen. Sowohl die Rampe, die vom DM zum Parkplatz Burgweiher führt, als auch die Rampe, die die Rochusstraße mit dem Parkplatz an der Schmitthalle verbinden, sind viel zu steil.
Viele Geschäfte haben keine barrierefreien Zugang, selbst das Gebäude der AWO ist für Rolli-Fahrer nicht zugänglich.
Spannend zu sehen war, wie Rolli-Fahrer ihren Rollstuhl ins Auto verladen, denn es wurde deutlich, warum die Behindertenparkplätze extra breit sein müssen.
Camilla von Loesch, die Vorsitzende der Arbeitsgruppe "Selbst Aktiv" in der Bonner SPD demonstrierte den Anwesenden, wie schwer selbst kleinste Bordsteine manchmal zu überwinden sind.
Und Renate Hendricks, MdL, die ebenfalls an dem Rundgang teilnahm, versuchte sich mit Rollator und Rollstuhl genauso wie Gabi Sauermann, die Vorsitzende der Hardtberger SPD. "Diese Erfahrung ist sehr wertvoll. Und fordert auf, endlich Barrierefreiheit ehrlich anzupacken. Es gibt viele kleine Dinge, die man mit wenig Geld umsetzen kann, wenn man es wirklich will. Der wichtigste gesellschaftliche Schritt ist die Anerkennung des Anspruchs auf Unabhängigkeit und Selbstbestimmtheit, den auch Behinderte haben." Dass all diese Themen auch für ältere Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, von hoher Bedeutung sind, betonte dann noch mal die SPD-Landtagsabgeordnete Renate Hendricks.

 

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